Deep Plane Facelift und Halsstraffung

 

by Prof. Dr. med. Andreas Kehrer  

10 Fragen und Antworten

für interessierte Patientinnen und Patienten

Die Ur-Form der Gesichtsstraffung als Deep Plane Facelift wurde ursprünglich bereits 1990 von Dr. Sam Hamra (Dallas/Tx, USA) als Composite Facelift beschrieben. Der Terminus „deep plane“ = „tiefe Schicht“ definiert sich aus der Operationstechnik, das Gewebe in einer tiefen Schicht zu lösen und die oberflächlichen Schichten intakt (also im Verbund) zu lassen. Hierdurch werden besonders natürliche Resultate und eine dauerhaftes Facelifting erzielt. Ein „gestrafftes“ oder gar „überstrafftes“ Aussehen wird vermieden. Die modernste Form, das sogenannte Extended Deep Plane Facelift stellt eine konsequente Weiterentwicklung auf Basis intensiver anatomischen Forschungsarbeiten dar und wurde von Dr. Bryan Mendelson (Melbourne/Australien) und von Dr. Andrew Jacono (New York/NY, USA) popularisiert. In ihrer aktuellen Methodik hat die Technik ihre höchste und effektivste Entwicklungsstufe erst etwa die vergangenen fünf Jahre erreicht und wird nur von sehr wenigen Chirurgen durchgeführt. Es wird regelhaft mit einer Halsstraffung, auch Necklift genannt, kombiniert, um besonders harmonische Ergebnisse zu erzielen. Im Folgenden werden die Vorteile eines Deep Plane Facelifts näher erläutert.

Folgende Veränderungen des Gesichtes entwickeln sich mit zunehmenden Alter:

  • Vertiefung der Lachfalten (Nasolabialfalten)
  • Entwicklung von Hängebäckchen (sog. „jowls“)
  • Faltenbildung im Mundwinkelbereich und seitlich davon
  • Marionettenfalten am Übergang Kinn/Wange (Mentolabialfalten, Mundwinkelfalten)
  • Verlust einer klaren Unterkiefer-/Kinnlinie („Jawline“, auch Kieferpartie)
  • Faltenbildung sowie schlaffe, hängende Haut und Muskulatur im Halsbereich (Platysma bands, Platysmabänder), sog. „Truthahnhals“
  • Bildung eines "Doppelkinns"
  • Verstrichener Kinn-Hals-Winkel (Cervico-mentaler Winkel)
  • Veränderungen der Hautstruktur und Hautqualität

Liegen eine mehrere der oben genannten Altersveränderungen vor, so kann die ästhetische Gesichtschirurgie weiterhelfen. Als besonders effektive Form der Plastischen Chirurgie des Gesichts kommt auf Wunsch einer Gesichtsrejuvenation eine Verjüngung durch ein Deep Plane Facelifting oder extended Deep Plane Facelift in Betracht.

Injektionen mit Botox (Botulinumtoxin), Fillern und Eigenfett werden immer populärer, jedoch existieren klar definierte Grenzen für ihre Wirkung und Effektivität. Bei Stirnfalten kann Botulinumtoxin die Muskeln, die diese Falten verursachen, glätten und entspannen. Im Bereich der Wangen oder Lippen sowie kleinen Falten um Nase und Mund kann Volumen durch Filler oder Eigenfett ergänzt werden, um Jugendlichkeit zurückzugewinnen.

Besteht jedoch überschüssige, schlaffe Haut, welche „Hängebäckchen“ sowie tiefere Falten im Wangen-/Kieferbereich und auch des Halses verursacht, werden weder Botox, Filler oder Eigenfetttransplantationen (Lipofilling) viel ausrichten können.  Denn sie können erschlafftes, tiefergetretenes Gewebe nicht wieder vertikal repositionieren („liften“). Es kann also durch diese minimal-invasiven Verfahren kein Gewebe angehoben werden.
 
Eine anatomiegerechte Repositionierung der betroffenen Geweberegionen kann nur operativ durch eine Gesichtsstraffung (Facelifting) mit einer zusätzlichen Halsstraffung, auch Necklift genannt, erreicht werden. Das Ziel des extended Deep Plane Facelifting ist es, Sie so aussehen zu lassen, wie Sie sind, nur bedeutend jünger. Der Charakter Ihres Aussehens aus jüngeren Jahren tritt wieder zum Vorschein, anstatt verloren zu gehen. Eine Verjüngung von 10-15 Jahren ist möglich, ohne unnatürlich zu wirken.

Eine Verjüngung ist auch das Ziel von Fillern, aber wenn die Grenzen von Injektionstechniken missachtet werden, kann sie am Ende übertrieben und unnatürlich aussehen. Bei übermäßiger und falscher Anwendung sind negative Langzeiteffekte beschrieben.

Auch wenn auf den ersten Blick injizierbare Filler eine kostengünstigere Option als eine Facelift-Operation erscheinen, so können sie über einen langen Zeitraum schlussendlich teurer sein, wenn man die Gesamtkosten für die Erhaltung eines jugendlichen Aussehens mit Fillern kalkuliert. Ein nicht-chirurgisches Facelift wie ein Fadenlift (Fadenlifting), ein liquid facelift, ein Vampir lifting (Eigenblutbehandlung mit PRP-Therapie), eine Hautbehandlung mit sog. energy-based devices (z.B. Lasertherapie)und weitere nicht chirurgische Straffungstechniken können zur effektiven Verjüngung um viele Jahre nicht eine subtanzielle Repositionierung der Gewebeschichten durch ein professionelles Facelift ersetzen. 

Ein von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführtes Deep Plane Facelifting mit Halsstraffung erzielt hingegen eine hocheffektive, jedoch natürliche Verjüngung, die Jahrzehnte anhält.

Eine der tieferen Schichten des Gesichts stellt das SMAS (Superficial Muscular Aponeurotic System) dar. Während die lateralen (seitlichen) Anteile des Gesichts im Alterungsprozess relativ fixiert bleiben („fixed SMAS“), sinken die medialen (mittleren) Anteile („mobile SMAS“) kontinuierlich bei zunehmendem Alter ab: es kommt zu sog. Hängebäckchen, die über die Kiefer- und Kinnlinie (jaw line) bis auf die Halspartie rutschen. Das Volumen der Wangen tritt nach unten und etwas nach vorne Richtung Mund. Hierdurch kommt es zu einer deutlichen Vertiefung der Lachfalten (Nasolabialfalten) nicht nur bei Mimik, sondern auch in Ruhe. Im Bereich der Mundwinkel kann so ein sogenannter "negativer Vektor" entstehen, d.h. in der Ruheposition zeigen die Mundwinkel eher nach unten, was ungewollt zu einem eher unvorteilhaften traurigen und manchmal sogar mürrischen Gesichtsausdruck führen kann. Beim Deep Plane Facelift werden die altersbedingten Volumenverschiebungen im Gesicht weitestgehend rückgängig gemacht und das darüber liegende Hautgewebe locker und spannungsfrei vor dem Ohr eingepasst. Regelhaft werden bei der Technik des Deep Plane Facelift die Falten am Hals durch eine begleitende Halsstraffung, auch Halslift genannt, deutlich verbessert. 

Von der reinen Hautstraffung (lediglich Entfernung geringer Hautanteile vor dem Ohr) wie der subkutanen Facelift-Technik (minimale Invasivität Facelift) sind seröse Facelift-Methoden längst abgerückt. Bei seriösen Facelift-Techniken wird die unter der Haut und noch unter dem Fettgewebe liegende Bindegewebsschicht, das sogenannte SMAS („Superfizielles Muskulo-Aponeurotisches System“) angehoben und gestrafft. Erst hiernach wird die hierdurch entstehende überschüssige Haut vor dem Ohr entfernt und spanungsfrei vernäht.  Hierfür wurde in der Vergangenheit das SMAS Facelift (Superficial Muscular Aponeurotic System) beschrieben. Verschiedene Formen sind das SMAS-Plication-, Sub-SMAS- und High-SMAS-facelift. Im Folgenden wird auf die wesentlichen Unterschiede zwischen SMAS und Deep Plane Facelift eingegangen. Um eine dramatische Verjüngung des Gesichtes auf natürliche Weise zu erreichen, ist jedoch die alleinige Straffung des SMAS und eine Hautresektion bei Weitem nicht ausreichend. Eine entscheidende Frage ist, in welchem Bereich die SMAS-Schicht gelöst und wieder fixiert wird. Es kann ein seitliches „fixiertes SMAS“ vor dem Ohr von einem eher zur Gesichtsmitte hin gelegenen, „mobilen SMAS“ unterschieden werden.   Weiter werden die verschiedenen flächigen Gewebe- und Muskelschichten des Gesichts (in einer parallelen Anordnung zur Hautoberfläche) von einem vertikalen Halteapparat-System unterstützt. Diese sogenannten „Retaining Ligaments“, nennen wir sie Haltebänder, welche die parallelen Schichten in verschiedenen Zonen des Gesichtes annähernd orthogonal durchdringen, wirken wie Stützpfeiler und fixieren die parallelen Gewebesschichten an Knochenvorsprüngen und sonstigen tiefer gelegenen Geweben. Kommt es bei zunehmender Alterung zu einer Erschlaffung des Gewebes zwischen diesen Haltestrukturen, so werden diese Haltbänder als fixierte Falten im Gesicht auf der Hautoberfläche sichtbar. Obwohl auch sie sich dem Gesetz der Schwerkraft folgend verlängern, tritt das Gewebe zwischen Ihnen sehr viel tiefer und beginnt durchzuhängen. Sehr gut kann dies an den „Hängebäckchen“ über dem Unterkiefer seitlich der Mundwinkel beobachtet werden: während vor und nach den Hängebäckchen das Kinn- bzw. Wangengewebe noch recht gut fixiert erscheint, so sackt dazwischen das Gewebe durch und tritt über den Unterkiefer hinaus nach unten auf den Halsbereich.  Hierdurch wird die Kieferlinie („jaw line“) unterbrochen, was deutlich älter wirken lässt. Die Faltenbildung davor wird deutlich tiefer und es können sich sogenannte Marionettenfalten bilden. Das „fixierte SMAS“ hingegen, welches vor dem Ohr gelegen ist, verbleibt auch im Alterungsprozess im Wesentlichen an Ort und Stelle.

SMAS-Plication-, MACS-, Sub-SMAS- und High-SMAS-Facelifts setzen wesentlich weiter lateral (also eher seitlich) am SMAS an, wo es aufgrund seiner fixierten Anatomie keine wesentliche Senkung erfahren hat. Bei diesen Techniken werden üblicherweise nicht alle entscheidenden Haltebänder (Retaining Ligaments), insbesondere im Mittelgesicht, gelöst, so dass eine konsequente Repositionierung aufgrund der verbliebenen hemmenden Haltestrukturen nicht möglich ist. Sichtbar ist dies bei PatientInnen nach solchen Facelift-Techniken an einer nach wie vor unterbrochenen Kinnlinie und weiterhin bestehenden, recht tiefen Lachfalten (Nasolabialfalten).

Entgegen anderen Facelift-Techniken kann das Deep Plane Lift direkt die Geweberegionen im Gesicht, die durch den Alterungsprozess am weitesten abgesunken sind, adressieren. Diese betreffen das „mobile SMAS“ und nicht das ohnehin „fixierte SMAS“, welches im Wesentlichen durch frühere Facelift-Methoden in Angriff genommen wird und die das wichtige weiter zur Gesichtsmitte hin gelegene „mobile SMAS“ und andere abgesunkene Gesichtspartien im Mittelgesicht weitestgehend außer Acht lassen. Es wird beim Deep Plane facelift also direkt dort angesetzt und die ursprüngliche Anatomie dort wieder hergestellt, wo die Gewebe im Alterungsprozess am meisten abgesunken sind. Und noch ein weiterer Faktor ist entscheidend: da beim Deep Plane Facelift alle wesentlichen Haltebänder (Retaining Ligaments) gelöst werden, lässt sich das Gesicht und vor allem die Mittelgesichtsregion entscheidend besser, deutlich spannungsärmer repositionieren und damit wieder an ihren ursprünglichen Ort aus jugendlichen Jahren verlagern. Ein direktes Lösen der wichtigsten Haltebänder des Gesichts und eine maximale Mobilisierung der Gewebe wird nur durch das Deep Plane Facelift ermöglicht [1]. Indem die Spannung nur auf der Ebene der tiefen Faszien (tiefe Bindegewebsschichten) angelegt wird, schafft die Deep Plane Technik als intramuskuläre Facelift-Technikeinen spannungsfreien Hautverschluss und gewährleistet langfristige Ergebnisse.

Das Deep Plane Facelift kann ohne Weiteres mit anderen Methoden zur Verjüngung des Gesichts kombiniert werden:

  • Brauenlift / Stirnlift / Schläfenlift
  • Endoskopische Facelift-Technik
  • Oberlidstraffung (Blepharoplastik)
  • Unterlidstraffung mit Verlagerung der Fettkörper
  • Kanthopexie
  • Lip Lift (Oberlippenplastik)
  • Fetttransfer (Lipofilling mit Microfett und Nanofett)
  • Bichatektomie (Verschlankung Wangen durch gezielt Fettkörperentfernung)
  • Medical Needling (Dermapen)
  • Lasertherapie zur zusätzlichen Hautverjüngung
  • weitere

Die im zunehmenden Alter volumenreduzierte obere Mittelgesichtsregion wird durch das Lifting wieder mit Volumen versorgt und damit verjüngt, da die mittleren und unteren Mittelgesichtsgewebe wieder an ihre ursprüngliche juvenile Position in der Jochbein- und Oberkieferregion zurückverlagert werden (malar region, prominenter Anteil über der Jochbeinregion). Eine im Alter erworbene „quadratische Gesichtsform“ wird durch die Volumenverlagerung wieder in eine jugendliche „dreieckige Form“ zurückgeführt. Dies ist durch eine annähernd vertikale Rücksetzung der abgesunkenen Gewebe möglich, die auch die mittleren Gesichtsregionen im Bereich der Lachfalten (Nasolabialfalten) mitberücksichtigt, während bei anderen Facelift-Techniken ein wesentlich horizontaleres und damit weniger effektives Lifting durchgeführt wird.

Entgegen anderen Facelift-Methoden kann die Halsregion beim extended Deep Plane Facelift (DPFL) durch eine konsequente Mobilisierung der Halsgewebe deutlich besser gestrafft werden. Natürlich aussehende Facelift-Ergebnisse können mit dem DPFL erreicht werden. Die Dauer der Wirkung des Facelifts ist anhaltend, Patientinnen und Patienten sehen auch 10-15 Jahre nach der Gesichtsstraffung noch wesentlich jünger aus, als hätten sie diese nicht durchführen lassen. Selbstverständlich kann viele Jahre später auch nochmal ein sekundäres DPFL erfolgen. 

Da beim Deep Plane Facelift alle wesentlichen Haltebänder (Retaining Ligaments) gelöst werden, lässt sich das Gesicht und vor allem die Mittelgesichtsregion entscheidend besser repositionieren und damit wieder an ihren ursprünglichen Ort aus jugendlichen Jahren zurückverlagern. Dies gelingt im Vergleich zu anderen Techniken annähernd spannungsfrei, da tiefere Gesichtsschichten (deep plane) verschoben werden. Insbesondere wird die Haut nach entsprechender Reduktion und Anpassung völlig spannungsarm vor dem Ohr eingepasst. Dadurch kommt es zu einer sehr guten und vor allem unauffälligen Wund- und Narbenheilung. Ein Zug und damit Verziehen der Tragusknorpel und Ohrläppchen kann somit konsequent vermieden werden. Es ist somit nur eine unauffällige minimale Narbenbildung beim Facelift zu erwarten, die dem Auge des Laien verborgen bleibt. Die Erholungszeit nach einem Facelift wie dem Deep Plane Facelift ist vergleichbar mit anderen Facelifttechniken.  

Facelifts zählen zu den komplexesten Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie. Sie erfordern eine besondere Expertise des Operateurs, die über den Standardanspruch der Plastischen Chirurgie hinausreicht. Nicht alles was im Internet als Facelift angeboten wird, stellt tatsächlich ein solides (und damit effektives) Facelift unter modernen Anforderungen und auf Basis der aktuellen Wissenschaft sowie den letzten Erkenntnissen der Anatomie dar. Für Patientinnen und Patienten ist eine Differenzierung der unterschiedlichen Erfahrungsgrade verschiedener Chirurgen angesichts eines Sammelsuriums an verfügbaren Informationen, Werbung, Social Media-Plattformen und Internet-Filteroptionen tatsächlich sehr schwer bis nahezu unmöglich. Nichtsdestotrotz und insbesondere deshalb sollte die Wahl Ihres Operateurs für eine Gesichtsstraffung besonders sorgsam getroffen werden. Werbewirksame Bezeichnungen wie „Mini-Lifting" oder "Mini-Lift" (minimal-invasives  Facelift), „Short-Scar-Facelifts“ und „Weekend-Lift“ wirken auf interessierte Patientinnen und Patienten meist attraktiv, suggerieren sie doch mit weniger invasiven Maßnahmen zum gewünschten Ziel einer maßgeblichen Verjüngung zu gelangen. In Wahrheit verschleiern sie jedoch meist die fehlende Expertise des Anbieters ein tiefgreifendes und damit effektives Facelifting, wie das Deep Plane Facelift Deutschland in seiner modernsten und konsequenten Form sicher durchführen zu können.    

Wer ist der beste Deep Plane Facelift Chirurg? Den einzigen Besten gibt es sicherlich nicht. Jedoch idealerweise besitzt ihr Chirurg spezialisierte Kenntnisse der Gesichtsanatomie und des Gesichtsnervs (Fazialisnerv, N. fazialis), die in eigenen anatomischen Studien an anatomischen Präparaten (Leichen in anatomischen Instituten) und in hunderten von Gesichtsoperationen, insbesondere auch im Bereich der Wiederherstellungschirurgie und Ästhetik gleichermaßen, gewonnen wurden. Einzelne Wochenendkurse, Videofortbildungen (Webinare) oder gar das Studium von allgegenwärtig verfügbaren Youtube-Videoclips sind hierfür nicht hinlänglich geeignet. Dem allgemein zu beobachtenden Trend hin zu nicht-invasiven Maßnahmen wie Injektionstherapien durch Botulinumtoxin (Botox), Filler und Eigenfett sowie Fadenliftings etc., die jedoch nur scheinbar eine konsequente Verjüngung mühelos im Handumdrehen erzielen können, steht ebenfalls eine schwindende Expertise invasivere Methoden wie solide Gesichtsstraffungen/Facelifts sicher und konsequent ausführen zu können, gegenüber.

Je höher der Grad an Expertise und Kenntnis der anatomischen Besonderheiten des Gesichts Ihres Facelift-Chirurgen angesiedelt ist, desto eher wird bei komplexen Gesichtsoperationen wie dem Facelift auch in tieferen Schichten (=deep plane) operiert, alle notwendigen tiefgreifenden Schritte zur Repositionierung der Gewebe ausgeführt und essentielle Strukturen wie z.B. der für die Mimik essentielle Gesichtsnerv mit seinen unzähligen Ästen sicher geschont werden, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Die Sorge den Gesichtsnerv zu verletzen und damit eine vorübergehende oder bleibende Lähmung der Mimik zu verursachen ist bei weniger geschulten Chirurginnen/Chirurgen omnipräsent und führt zu nicht konsequent genug mobilisierten Geweben und damit zu suboptimalen Ergebnissen für Facelift-Patientinnen und Patienten. Fragen Sie ihre Chirurgin oder Chirurgen konkret, ob sie/er die Gewebe tatsächlich konsequent, unter Durchtrennung aller hierfür wesentlichen Retaining Ligaments, bis zur Nasolabilafalte hin löst.

Der Autor dieser Seite erfüllt die oben genannten Kriterien. Er hat sich im Rahmen seiner intensiven Forschungsarbeiten zum Gesichtsnerv (N. facialis) an einer der größten untersuchten Serien die komplexe Anatomie des Gesichts in der Präparation von über 100 Gesichtshälften an Leichen konsequent angeeignet. Des Weiteren wurde von ihm mehrere hundert, teils sehr komplexe Eingriffe im Gesicht durchgeführt. Prof. Dr. med. Andreas Kehrer blickt auf weit über tausend mikrochirurgische, teils sehr komplexe Eingriffe sowie auf mehrere hundert mikrochirurgischen Gewebetransplantationen zurück. Dieser Erfahrungsschatz als Mikrochirurg befähigt ihn z.B. kleine freie funktionelle Muskeln in das Gesicht mit der erforderlichen Routine und mit großer Sicherheit zu transplantieren. Das Risiko eine Gesichtslähmung durch das Deep Plane Facelift zu erleiden ist hierdurch folglich auf ein absolutes Minimum reduziert. In seinen Händen zählt das Deep Plane Facelift als sehr sicheres Facelift-Verfahren. Seine Deep Plane Facelifts werden unter der Vergrößerung mit einer vierfach-vergrößernden (4x) Lupenbrille und den in der Forschung und in der Mikrochirurgie erworbenen fundierten Kenntnissen der zu schonenden Äste des Gesichtsnervs (n. facialis) operiert. Er reist regelmäßig nach Beverly Hills/Los Angeles, USA, um sich dort im persönlichen Austausch mit den besten Faceliftchirurgen die aktuellen Modifikationen und Verbesserungen der Technik anzueignen und die neuesten Trends in der ästhetischen Gesichtschirurgie mitzubringen. Bei ihm erhalten Sie wirklich ein echtes extended Deep Plane Facelift mit Mobilisierung der Gewebe bis zur Nasolabialfalte. Deep Plane Facelift Vorher Nachher Bilder können in einem persönlichen Gespräch in der Sprechstunde gemeinsam diskutiert werden.   

In einer großen internationalen Studie von hoher Qualität, einer sogenannten Meta-Analyse, durch den Deep Plane Facelift Spezialist Jacono AA. et al. wurde das Risiko eine vorübergehende (also nicht persistierende) Schädigung des N. fazialis bei einem Deep Plane Facelift zu erleiden, auf 0,69% errechnet (n=1597).1


Literatur:
1Jacono AA, Alemii AS, Russell JL. A meta-analysis of complication rates among different SMAS facelift techniques. Aesthetic Surg J 39:927-942, 2019

Auszug anatomische Studien Prof. Dr. med. Andreas Kehrer:
[1] Kehrer A, Engelmann S, Bauer R, Geis S, Kehrer M, Prantl L, Bleys RLAW, Mandlik V. Anatomical study of the zygomatic and buccal branches of the facial nerve: application to facial reanimation procedures. Clin Anatom 2019
[2] Kehrer A, Engelmann S, Bauer R, et al. The nerve supply of zygomaticus major: Variability and distinguishing zygomatic from buccal facial nerve branches. Clin Anat 2018
[3] Kehrer A, Engelmann S, Ruewe M, Geis S, Taeger C, Kehrer M, Tamm ER, Bleys RLAW, Prantl L, Mandlik V. Perfusion maintains functional potential of denervated mimic muscles in early persistent facial paralysis which requires early microsurgical treatment - the histoanatomic basis of the extratemporal facial nerve trunk assessing axonal load in the context of possible nerve transfers. Clin Hemorheol Microcirc. 2018;70(1):1-13. doi: 10.3233/CH-189905.
[4] Mandlik V, Ruewe M, Engelmann S, Kehrer A et al. Significance of the Marginal Mandibular Branch in Relation to Facial Palsy Reconstruction - Assessment of Micro- and Macroanatomy including Axonal Load in 96 Facial Halves. Annals of Plastic Surgery 2019
[5] Engelmann S, Ruewe M, Geis S, Taeger CD, Kehrer M, Tamm ER, Bleys RLAW, Zeman F, Prantl L, Kehrer A. Rapid and Precise Semi-Automatic Axon Quantification in Human Peripheral Nerves. Sci Rep. 2020
[6] Sommerauer L, Engelmann S, Ruewe M, Anker A, Prantl L, Kehrer A. Effects of electrostimulation therapy in facial nerve palsy. Arch Plast Surg. 2020
[7] Ruewe M, Engelmann S, Huang CW, Klein SM, Anker AM, Lamby P, Bleys RLAW, Tamm ER, Prantl L, Kehrer A. Microanatomy of the Frontal Branch of the Facial Nerve: The Role of Nerve Caliber and Axonal Capacity, Plast Reconstr Surg. 2021

Viele an eine Facelift Interessierte fragen sich: Was kostet ein Deep Plane Facelift? Die Deep Plane-Facelift-Technik, bei der Haut, Fettgewebe und Muskeln (SMAS) zusammen als eine Einheit angehoben werden und die große Erfahrung erfordert, wird von aktuell von weniger als 5 % der Facelift-Chirurgen durchgeführt, da es sich um einen technisch anspruchsvollen Eingriff handelt. In geübter Hand sind die Ergebnisse des Deep Plane Facelifts jedoch deutlich verjüngender und gleichzeitig natürlicher als andere Techniken und bleiben länger anhaltend.

Die Kosten für ein Facelifting können von vielen Variablen abhängen, z.B. vom Umfang und Dauer des Eingriffs, Schwierigkeitsgrad, Expertise des Chirurgen und von der Art der erforderlichen Anästhesie. Prof. Dr. med. Andreas Kehrer passt Facelifts an jede Patientin/jeden Patienten und die vorliegenden eigenen Besonderheiten individuell an. Er gilt bei Patienten ebenfalls als Facelifting Spezialist in München und bietet das Deep Plane Facelift München an.

Verfahren wie das Deep Plane Facelift sind aufwändiger als andere Formen des Facelifts. Ein Deep Plane Facelift ist folglich etwas teurer als andere Techniken, führt jedoch auch zu deutlich natürlicheren Ergebnissen und kehrt die Zeichen des Alters im mittleren und unteren Gesichtsdrittel durchschnittlich 10-15 Jahre (je nach Ausgangsalter) zurück.

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Prof. Dr. med. Andreas Kehrer /IN-Aesthetik


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